Und da sein Bauch zu dieser Zeit immer kahler wurde, bekam er
nochmals Halskrause - keinen Teller mehr, sondern - wie ein Rohr
(Material so, wie die Heizungsleitungen ummantelt werden!)

Natürlich wieder Streß, aber nicht mehr ganz so schlimm als wie

die Tellerkrause! Die Federn sind dann schön wieder gewachsen.

Am Bauch hat's auch geklappt, aber leider haben wir Coco

unterschätzt!! Sein Hals in dem Rohr wurde länger und länger und
irgendwann kam er wieder Richtung Hals!! Es kam dann nochmals

eine solche Krause - aber den Hals ließ und läßt er halt nicht in

Ruhe und eine Tellerkrause will und werde ich ihm nicht mehr

zumuten! Als Medikament bekam er in der gesamten Zeit fast
Spagyriktropfen. Dann mal Anti-Conzept-Pulver über die Körner
usw.usw.. Auch ich war nervlich manchmal fast am Ende!

Immer wieder dachte ich, jetzt bleibt er wie er ist! Und dann fällt es
immer wieder so schwer, zusehen zu müssen und die Kiele

aufzuheben! Er läßt die Kiele eine zeitlang wachsen, dann freu

ich mich; hat dann wieder drei, vier Tage seinen Rappel, wo er das

meiste rupft! Und läßt er schon mal paar Kiele stehen, dann gehen

die nicht auf, und somit werden sie halt wieder gerupft! Denke
manchmal, er will mich ärgern!!

Und ich möchte ihm doch so gerne helfen!! Zur Zeit hat er die

Federn am Bauch auch gerupft (= Aug.2000!), hat aber wenigstens
schöne Dunenfedern und sieht nicht nackt aus!!


... und dann im Dezember 2000

..meine erste Jacky - leider nur
für kurze Zeit


Oktober 1998


Irgendwann dachte ich mir dann: nächster Versuch - eine Henne muß her!! Ich sah es nun als letzte Möglichkeit
an, dem Coco Ablenkung zu verschaffen. War nicht so einfach,ich bekam dann von einem Züchter endlich eine,
sie war auch ganz jung - Handaufzucht - und sehr lieb!

Sie wurde leider schon nach 4 Wochen krank, ich fuhr wieder zum Vet.-er behielt sie und dort starb sie nach 5
Tagen! Wir haben sie dann pathalogisch untersuchen lassen:

Das ERGEBNIS:

"Verdacht auf Neurothische Magendilatation = Macaw wasting disease. =

Diese Erkrankung zeichnet sich durch rasche Abmagerung bei gutem Appetit und das Vorhandensein von
unverdauten Körnern im Darm aus.

Die Inkubationszeit kann bis zu 2 Jahre betragen.

In der Regel kommt es zum plötzlichen Auftreten von Krankheitssymptomen.

Bei der Röntgenuntersuchung kann ein deutlich vergrößerter Drüsenmagen diagnostiziert werden. (Das war
auch auf dem Röntgenbild sichtbar!)

Spezifische histologische Anzeichen erhärten den Verdacht. Als Erreger werden nach Literaturangaben
Paramyxovieren verantwortlich gemacht.

Eine Behandlung ist z.Zt. nicht bekannt.

(Ergebnis des Berichts!) So - total traurig - aber das war es wiedermal!!!

Und ich hörte das erste mal etwas von PDD!


..meine nächste Jacky,
eigentlich Jako:-))

holte ich im März 2000

Es verging wieder eine Zeit, Hennen waren sehr rar, bis ich dann zu Jacky kam. Über meinen Vet., der mir
sagte, daß sie weggegeben werden muß, weil Papamama plötzlich eine ganz starke Federallergie bekam!
Sie sollte ca. 6 Jahre alt sein und könne schlecht fliegen! Das waren zumindest die ersten telefonischen
Informationen! Ich ließ' sie dann dort vom Vet. abholen, damit er sie erst gründlich untersuchen sollte. Es
stellte sich dann heraus, dass sie älter ist (vermutlich!!) und möglicherweise nie mehr fliegen sollte!!Als
ich sie beim Vet. abholte, hätte ich sie auch nicht „zurückgehen" lassen. Sie hat mich sooooo lieb
angeguckt!?)) Natürlich habe ich sie mit nach Hause genommen und es nicht bereut!! Ich dachte erst, das
„Nicht mehr fliegen sei vielleicht verletzungsbedingt – weil sie auch eine deformierte Kralle hatte, die ich
am Anfang nicht gesehen habe! – Da ich alles tun möchte, sie vielleicht doch zum Fliegen zu bringen,
habe ich erst heute wieder mit Vet. telefoniert um sie nochmals genau untersuchen zu lassen. Eigentlich
wollte ich nachfragen, wg. Federn einbinden lassen und habe dann aber erst heute erfahren müssen, dass
es ein Virus sein könnte, was auch den deformierten Schnabel erklären würde, den ich ständig kürzen
lassen muß. Nun soll ich lt.Telefongespräch mit Vet. zwei bis 3 Flugfedern sammeln (die eigentlich ne'
zeitlang wachsen, plötzlich schief weg stehen und dann von ihr entfernt werden!) Diese werden dann
untersucht – so könne man den Virus feststellen! Manchmal traut sie sich fliegen,natürlich nur wenn sie
hinter mir her will - nicht weit und nicht hoch. Kommt drauf an wie sie drauf ist. Ich mache nun öfters
mal Flugübungen mit ihr, nehme sie auf's Stöckchen und schubse sie dann weg. Dann macht sie auch los
auf ihren Käfig! So versuche ich halt mit ihr wenigstens die Muskulatur zu stärken.Ansonsten ist sie nun
seit 1 ¼ Jahr bei mir, ganz doll lieb und wunderbar handzahm. War sie eigentlich schon nach 14 Tagen,
dann wollte sie paar Monate in Ruhe gelassen werden und seit fast 3 Monaten ist sie wunderbar!! Sie hat
mich nun richtig akzeptiert! (Auch Stand: Aug.2000)


Leider ist Jacky zum nächsten Problem für Coco geworden. Er ist

fürchterlich eifersüchtig – ich kann es nachvollziehen, er war zu lange

mit mir alleine. Wenn ich mich mit ihr abgebe, greift er mich von

„oben" an. Habe im Laufe der Zeit einige Kriegsverletzungen einstecken

müssen!! Mit viel Geduld, Spucke und Nichtaufgeben akzeptiert er sie
mittlerweile – meistens – liebt sie aber natürlich nicht!!! Geb' ich mich

mit ihr zu viel ab – seiner Meinung nach –kann er ganz schön zornig

werden. Es hat schon Zeiten gegeben, daß er mich richtig angegriffen

hat, wenn ich sie mal auf der Schulter hatte. Mittlerweile hat sich

das ein bischen gelegt, ich sollte aber nach wie vor vorsichtig sein!

Mit viel viel Geduld bin ich im Moment so weit, daß ich sie abends vor
Bettruhe:-)) zusammen huscheln kann! Es muß aber wenig Licht sein,

Coco linke Schulter – Jacky rechte Schulter! Dies hat mir zwar auch

schon ein paar heftige Bisse von Coco in die Wange und in die Lippe
eingebracht, und ein regelmäßiges Ziehen an den Haaren - aber wer

kennt das nicht??- bis jeder seine Stellung hat! :-)) Zwei Chaoten –

und ich mitten drin – ist schon manchmal ein unsicheres Gefühl?)).

Aber allein, dass ich heute wenigstens in diesem Moment beide

auf den Schultern habe, sagt mir:


*Es kann ja nur noch besser werden!!*


Ich freue mich heute riesig - zwei Graue zu haben --wenn sie sich auch nicht lieben,

bin ich nicht da - klappt es mittlerweile super mit den beiden. Sie haben sich

wenigstens zum Unterhalten - und sitzen nicht alleine vor sich hin:-)))


Zu den Problemen, die ich mit meinen Grauen habe, möchte ich noch bemerken, daß beide nicht eingesperrt sind -
von Anfang an nicht! Manchmal - wenn ich länger weg war, machte ich die Käfige zu, ansonsten standen sie immer
offen! Ich habe ein großes Klettergerüst im Wohnzimmer zum Rumturnen! Seit vergangenem Sommer habe ich eine
Außenvoliere, ca. 15 qm und seit 8 Wochen das Vogelzimmer- auch mindestens so groß!

Also kann es daran auch nicht liegen, daß Coco so schwierig ist! Ich habe Ionisator, habe Luftbefeuchter, habe viel
Holz- und Klettergerüste, 2 große Käfige - wo sie nur zum schlafen sind - was kann man denn sonst noch tun???

Einem Anfänger möchte ich hiermit die Entscheidung bei den Überlegungen *Stutzen oder nicht?* - im Namen der
Papa's - leicht machen. Sie sollte heißen:

Bitte niemals stutzen!!!!

... das ist schon toll für uns Menschen,

aber - wenn man ehrlich ist -

nicht unbedingt für Papageien!!


Wie würde es uns ergehen, wenn wir von einem Tag auf den anderen auf unsere Beine
verzichten müssten?????

Und man sollte die Papas doch immer zu zweit halten, wenn nicht von Anfang an, dann nicht zu lange warten.

Je länger – ich glaube – besonders ein „Grauer"alleine ist, desto vermenschlichter ist er eines Tages! Und ich
denke heute - das ist das *Übel* überhaupt. Ich gebe zu, diese Einsicht ist nicht einfach zu akzeptieren.

Im Vogelzimmer und in der Außenvoliere gibt es keine Probleme, jeder hat dort seine Plätze.
Auch im Wohnzimmer gibt Coco Ruhe, es sei denn - ich setze Jacky mal auf sein
Klettergerüst - dann wird er verständlicherweise wieder zickig!! Wenn sie allerdings ins
Nachbarzimmer maschiert, wo sie ihr Schränkchen mit einer Decke zum Hochziehen hat (ist
ihr Lieblingsplatz und dann auf die Türklinke:-)!!), dann muß Coco hinterher. Er hält sich
dann auch dort auf und maschiert meine Schränke ab, die mittlerweile auch schon zum
"Spielplatz" geworden sind!

Neuerdings sitzen sie in Wohnzimmer und Voliere - natürlich nur wenn ich außer Reichweite
bin - auch schon in der gleichen Ecke!!

Die beiden im Sommer 2000

in der Außenvoliere...

Es hat sich seither einiges getan:

Ich hatte im August 2000 die Idee, für jeden der beiden Grauen einen neuen Partner zu suchen.
Wenn es schon mit den beiden nicht klappt - vielleicht dann mit zwei anderen.

Doch das wurde ein langer Weg, ein Weg, den ich noch heute gehe..


Und was sollte man tun, bevor man sich wieder Geier anschafft??? - Ich dachte: Erstmal die
beiden komplett untersuchen lassen!!

Na, und vielleicht könnte man der Jacky doch wieder zum Fliegen verhelfen??


Also stand im August ein erneuter TIERARZTBESUCH an!!



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